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Gießhallen

In den ehemals brandheißen Gießhallen 1, 2 und 5 traf das flüssige Roheisen aus den Hochöfen auf die Außenwelt, um weiterverarbeitet zu werden.

Heute fließt kein geschmolzenes Roheisen mehr über den feuerfesten Boden. Feuer und Leidenschaft kommen hier nur noch von den Menschen, die die vielfältigen Hallen für noch vielfältigere Veranstaltungen und kulturelle Projekte nutzen. Konzerte oder Theateraufführungen gehören dabei genauso zum Programm wie abenteuerlustige Kletterer und wissenshungrige Besucher.

Duisburgs Sommerkino lockt Jung und Alt in die durch ein spezielles Folienkissendach geschützte Gießhalle 1. In Gießhalle 2 beginnt der Hochseilklettergarten „Expedition Stahl“ und die in ihrem Urzustand belassene Gießhalle 5 am Fuß des Hochofens 5 ist Haltepunkt vieler Führungen durch den Park, denn sie zeigt den Arbeitsplatz eines Schmelzers und ist rund um die Uhr kostenfrei geöffnet.

Geschichte

Die drei Gießhallen im Landschaftspark waren zu Betriebszeiten des Hüttenwerks zentrale Orte in der Produktion des Roheisens.

In den Gießhallen wurde etwa alle zwei Stunden „abgestochen“. Das Roheisen floss direkt aus dem Fuß des Hochofens in ein Bett aus Formsand, das den feuerfesten Boden bedeckte und wurde dort zu Masseln (Eisenbarren) verfestigt. Bis 1953 wurde das Stichloch noch per Hand geöffnet, danach erst kamen Bohrhammer und Stichlochbohrmaschine, die die Arbeit bei unvorstellbarer Hitze zumindest ein bisschen erleichterten. Die Barren wurden abgekühlt, aufgeschlagen und anschließend zur Weiterverarbeitung in die Gießerei oder zum Stahlwerk transportiert. Das Gittermauerwerk in den Wänden der Gießhallen diente der besseren Belüftung und Temperierung der Hallen.

Seit ihrem Umbau 1996 wird die Gießhalle 1 für Open-Air-Events genutzt. Die eigens zu diesem Zweck errichtete Tribüne bietet Platz für über 1.000 Besucher, die bei Regen durch ein mobiles und transparentes Folienkissendach geschützt sind. In Gießhalle 2 findet man heute einen imposanten Höhenklettergarten. Gießhalle 5 ist zusammen mit dem gesamten Hochofen 5 in ihrem Urzustand belassen worden und dient heute als Haltepunkt in den parkeigenen Führungen. Hier kann man sich den Arbeitsplatz eines Schmelzers im Zustand der Betriebszeit ansehen.

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Wissenswerte Fakten

Baujahr

1955

Höhe

23 m

Länge

30 m

Breite

24

Geöffnet seit

1996

Nutzung Betriebszeit

Stromerzeugung

Nutzung heute

Veranstaltungshalle

Architektur

Stahlskelettbau, Ausfachung mit Lochmauerwerk. Satteldach mit Stahlpfetten und Deckung aus Glattblechen, abgesetzter Lüfterfirst

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