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Schüler und Studierende

Liebe Schüler und Studierende, wir freuen uns über jede Facharbeit, jedes Referat und alle Bachelor-, Semester- oder Masterarbeiten, die über den Landschaftspark geschrieben
werden und beantworten hier eure wichtigsten Fragen. Interviewanfragen richtet ihr bitte an Enable JavaScript to view protected content..

Wem gehörte das Hüttenwerk Meiderich?

Das Hüttenwerk Meiderich gehörte zur Thyssen Stahl AG (heute: ThyssenKrupp Steel). 

Wann wurde das Hüttenwerk Meiderich gebaut?

Spatenstich war im Jahr 1901. Der erste Hochofen wurde 1903 angeblasen. Bis 1912 waren alle fünf Hochöfen in Betrieb.

Wann wurde das Hüttenwerk Meiderich stillgelegt?

Die letzte Schicht war am 4. April 1985. 1985 war nur noch Hochofen 5 in Betrieb. Hochofen 1 und 2 waren schon in den Jahren zuvor stillgelegt worden und Hochofen 3 und 4 in den 60er bzw. 70er Jahren abgerissen worden.

Wie viele Arbeiter waren bei der Stilllegung im Hüttenwerk beschäftigt?

Zur Schließung des Hüttenwerks waren noch etwa 300 Arbeiter im Hüttenwerk beschäftigt.

Gab es Proteste bei der Stilllegung?

Nennenswerte Proteste gab es bei der Stilllegung nicht, da die Beschäftigten aus Meiderich entweder in das Werk in Hamborn oder Ruhrort übernommen wurden oder einem Vorruhestandsplan folgen konnten. Den Vorruhestand nahmen 107 Beschäftigte in Anspruch.

Wie ist die Idee „Landschaftspark Duisburg-Nord“ entstanden?

Die Idee zum Landschaftspark Duisburg-Nord entstand in einer Zeit, in der sich der Bund, das Land NRW und die Kommunen für die ökologische, ökonomische und soziale Erneuerung des Ruhrgebietes einsetzten. Im Jahr 1989 wurde ein internationaler Architektenwettbewerb ausgeschrieben, mit dem eine neue Nutzung für die Fläche des ehemaligen Thyssengeländes erdacht sollte. Das Architektenbüro Peter Latz+Partner aus Kranzberg gewann mit der Idee zu einem Landschaftspark diesen Wettbewerb.

Wieso hat sich die Jury für den Vorschlag von Peter Latz entschieden?

Latz‘ Idee basierte insbesondere auf dem Erhalt vorhandener Strukturen und deren Umnutzung. Sein Modell gilt heute als leitendes Beispiel in der Raum- und Landschaftsplanung.

Gab es andere Möglichkeiten für die Fläche?

Sehr wohl wurden andere Möglichkeiten für das stilleglegte Hüttenwerk und die Fläche beleuchtet: Kompletter Abriss und Verkauf des Hüttenwerks nach Asien waren nur zwei der prominentesten Alternativen. Das Interesse der Regierung an den strukturellen Veränderungen des Ruhrgebiets sicherte im Endeffekt die Zukunft der Fläche.

Woher wussten die Planer, dass das Projekt erfolgreich sein würde?

Man wusste es nicht. Die Idee ein stillgelegtes Hüttenwerk in einen Multifunktionspark umzugestalten, hatte es bis dato nicht gegeben. Der erste Parkleiter, Dirk Büsching, bezeichnete sich mit einem Augenzwinkern stets als „größten Schrottbesitzer in Duisburg.“

Und 20 Jahre später?

Heute zweifelt niemand mehr an dem Projekt und dem Erfolg des Konzeptes. Die Idee Landschaftspark Duisburg-Nord steht für die Umnutzung vorhandener Strukturen zu einem neuartigen Parkgelände, auf dem die Geschichte und die Zukunft miteinander verschmelzen.

Welche Rolle spielt das industrielle Erbe?

Die Geschichte des Geländes und der Anlagen spielt eine immens große Rolle, denn das industrielle Erbe ist identitätsstiftend für die Region Ruhrgebiet. Die Menschen aus der Region identifizieren sich mit der Historie, denn es ist die Historie ihrer Großväter und Urgroßväter. Menschen aus anderen Ländern und anderen Regionen Deutschlands entdecken dem Umgang mit diesem Erbe am Standort Ruhrgebiet als faszinierend, denn der Umbruch der Montanindustrie zum Dienstleistungssektor ist nicht beschränkt auf das Ruhrgebiet, sondern findet sich in Europa, Asien und Amerika.

Wie groß war das Budget zum Aufbau des Landschaftsparks?

Die Gesamtkosten zur Entstehung des Landschaftsparks Duisburg-Nord einschließlich Grunderwerb und Altlastenbehandlung betrug etwa 100 Millionen DM.

Wie war der Aufbau des Landschaftsparks finanziert?

Der Aufbau des Landschaftsparks Duisburg-Nord wurde im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) durchgeführt und finanziert. Diese Finanzierung wurde ermöglicht durch die Stadt Duisburg, das Land Nordrhein-Westfalen, die LEG Landesentwicklungsgesellschaft NRW GmbH und die Bundesrepublik Deutschland.

Wie viel kostet jährlich die Aufrechterhaltung des Landschaftsparks?

Unterhalt und Betrieb des Landschaftsparks kosten aktuell jährlich etwa 6 Millionen Euro.

Wie wird die Aufrechterhaltung des Landschaftsparks finanziert?

Die Aufrechterhaltung des Landschaftsparks Duisburg-Nord wird zu etwa gleichen Anteilen finanziert durch: 1/3 Stadt Duisburg, 1/3 Land Nordrhein-Westfalen und 1/3 Einnahmen des Landschaftsparks (Vermietung der Event-Locations, Veranstaltungen, Foto- und Dreharbeiten).

Wie viele Menschen arbeiten insgesamt im Landschaftspark?

Es arbeiten insgesamt etwa 350 Menschen in verschiedenen Institutionen auf dem Gelände des Landschaftsparks, von denen 22 Personen für die Parkverwaltung tätig sind.

Ist der Aufbau des Landschaftsparks fertig oder gibt es noch Projekte im Park, die noch geplant sind?

Der Landschaftspark ist ein Projekt in der stetigen Entwicklung. Obwohl man das eigentliche Konzept des Parks als durchgeplant und abgeschlossen erklären könnte, ist der Unterhalt des Hüttenwerks ein Prozess der stetigen Entwicklung. Zusätzlich arbeitet die Parkverwaltung stetig daran, das Denkmal zu modernisieren und auf neuen Wege zu erschließen, wie z.B. durch den Umbau der Lichtinstallation auf energiesparende LED-Lampen, die Modernisierung der Veranstaltungshallen oder die Planung von touristischen Neuerungen.

Wo erhalte ich Details zum Landschaftspark Duisburg-Nord?

In dem Bereich Hintergrundinformationen empfehlen wir einige Publikationen zum Landschaftspark Duisburg-Nord.

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